Groß- und Kleintiereinstreu aus Chinagras So umweltfreundlich und gesund ist die Einstreu

Wiederverwertbar und biologisch

eine Chingraspflanze im Wind

Tierfreunde freuen sich, wenn sich ihr Vierbeiner in ein schönes Stroh- oder Heubett legen kann. Und ärgern sich gleichzeitig, wenn sie sehr oft den Stall oder Käfig ausmisten müssen. Denn Stroh ist zwar für die Pferde bequem, bringt aber viele Nachteile mit sich. Dann kann Chinagras oder Miscanthus Einstreu eine interessante Alternative sein als Groß- und Kleintiereinstreu. Wir sagen Ihnen, worum es sich beim Chinagras handelt, was es als Einstreu alles kann und wo sie Chinagras kaufen!

Welcher Pferdebesitzer liebt nicht den Stallgeruch von frischem Stroh. Und auch die Pferde mögen es. Denn sie liegen weich und bequem auf dem dicken Strohbett. Leider bringt das Stroh als Einstreu für den Stall viele Nachteile mit sich. Die Pferde liegen nicht nur im Stroh, sondern stehen darin, um es zu fressen oder beschmutzen es mit den eigenen Pferdeäpfeln. So entsteht ein Hygieneproblem, da die Verunreinigung den Vierbeinern auch gesundheitlich schaden kann. Für den Pferdebesitzer ist das Reinigen des Strohs mühsam – vor allem, wenn die Zeit knapp ist und man lieber diese auf dem Rücken des Pferdes verbringen möchte. Dann kommt das Miscanthus Einstreu – oder das sogenannte Chinagras - ins Spiel. Jetzt kannst Du in unserem Ratgeber alles dazu nachlesen.

Chinagras - daher kommt es!

Chinagras, oder auch Chinaschilf genannt, ist eine Pflanze aus der Gattung Miscanthus und zählt zu den Süßpflanzen. Wie der Name bereits vermuten lässt, stammt sie aus dem ostasiatischen Raum und ist ursprünglich vor allem in China, Japan und Korea beheimatet. Wegen ihrer Robustheit wird Miscanthus häufig als Elefantengras bezeichnet. Die Pflanze, die schilfartig wächst, findet sich zum Beispiel in Gärten und Parks wieder. Dort kann sie bis zu zwei Meter hoch werden und rund 2,5 Meter tief in den Boden hineinwachsen. Durch ihre wuchtige und dichte Optik lässt sie sich gut als Sichtschutz oder Raumteiler verwenden. Auch als ökologisch einwandfreier und nachwachsender Brennstoff nimmt das Produkt in seiner Bedeutung zu.

Tierliebhaber von Kleintieren wie Hamstern oder Mäusen, aber vor allem Pferdehalter, wissen das Material zu schätzen. Denn als Einstreu für Ställe oder Boxen hat es gegenüber Stroh, aber auch Sägespänen, deutliche Vorteile sowohl für das Pferd als auch im täglichen Umgang für die Pferdehalter.

Miscanthus wird in Deutschland ohne den Zusatz von Dünger angebaut, bevor es dann mit Hilfe eines Pressverfahrens unter viel Druck zu Pellets (für Großtiere) oder Granulat (für Kleintiere) verarbeitet und ausgeliefert wird. Chinagras wird übrigens den C4-Pflanzen zugeordnet. Im Vergleich zum klassischen Getreide oder Gräsern ist die Pflanze in der Lage, die Photosynthese schneller und mit geringen Anteilen von CO² durchzuführen. Das macht die Pflanze besonders leistungsfähig und ausdauernd. Nach der Ernte treibt Miscanthus aus den ursprünglichen Stängel ein Jahr später erneut aus – und das mit einem gleichbleibenden Ertrag, der für mehrere Jahrzehnte gesichert ist.

Chinagras: Die Vorteile im Überblick!

Gegenüber Stroh, aber auch Holzspänen hat die Kleintierstreu aus Miscanthus viele Vorteile auf ihrer Seite.

Besonders gutes Saugverhalten

Einmal in einer Box oder einem Käfig verteilt, nimmt die Einstreu Feuchtigkeit wie Urin extrem schnell auf und bindet dabei gleichzeitig unangenehme Gerüche. Durch das Pressverfahren, das unter hohem Druck stattfindet, kann das Material gegenüber seinem Volumen selbst viermal so viel Flüssigkeit aufnehmen und ist extrem staubarm. Gerade die Einstreu als Pellets sind äußerst ergiebig, denn sie benötigen beispielsweise bei einer 12m² Box für Pferde pro Jahr nur 1,4 Tonnen Miscanthus Einstreu. Das sind rund 20 kg pro Woche.

Auch für Katzentoiletten eignet sich das Granulat sehr gut und kann monatelang iin Kasten verbleiben ohne komplett ausgewechselt zu werden.

Chinagras: Weitere Vorteile!

 

Gute Trocknungszeiten

Das Material nimmt nicht nur viel Feuchtigkeit auf. Es trocknet auch sehr schnell. Für Pferde und andere Großtiere ein echter Luxus, denn so steht immer ein trockener Liegeplatz zur Verfügung.

Auch bei Kleintieren, wie Nagern, macht sich dieser Vorteil in geringer Geruchsentwicklung bemerkbar. Auch die Atemwege werden weniger gereizt.

Gut für Allergiker

Nicht nur Menschen können mitunter allergisch auf Stroh reagieren. Auch die Tiere selbst entwickeln mitunter eine Art allergischen Hustens durch das Stroh. Einstreu aus Chinagras ist als Produkt dagegen neutral. Sporenbildung oder Pilze gibt es mit diesem Material nicht.

Sauber machen wird einfach

Das Entmisten des Stalls oder Käfigs ist eine der wenigen Aufgaben, die Tierhalter so gar nicht lieben. Denn die wertvolle Zeit, die sie mit ihrem Tier verbringen könnten, müssen sie im Stall arbeiten oder EInstreu auswechseln. Mit der Einstreu aus Chinagras wird das Leben deutlich leichter. Rund 1/3 weniger Mist fällt gegenüber Stroh beim Einsatz von Chinagras an. Beim Entmisten fällt die Streu von der Gabel während sich der Mist wie gewöhnlich entsorgen lässt. Aus einer Katzentoilette oder einem Nagerheim kann der Dreck einfach vom übrigen Streu getrennt und entfernt werden. Wenn die Einstreu wieder trocknet bewahrt sie all Ihre positiven Eigenschaften und riecht nicht unangenehm.

Dünger

Stallmist und die alte Miscanthus-Einstreu aus Nagerkäfigen ist umweltfreundlich und ein hervorragender natürlicher Dünger für Ackerflächen, Weiden oder private Gärten, der komplett unbelastet ist. Und auch ansonsten verrottet die Einstreu auf dem Misthaufen deutlich schneller als Stroh oder Holzspäne.

Chinagras ist nicht schmackhaft

Während Tiere gerade Stroh, das auch mit Keimen verunreinigt sein kann, gerne fressen, mögen Sie das getrocknete und gehäckselte Chinagras nicht. Denn es hat einen unangenehmen Bittergeschmack, dem sie lieber fernbleiben. So ist eine Übertragung von Krankheiten durch die Streu fast nicht möglich.

Nestbau für Kleintiere

Kleintiere wie Hamster oder andere Nager lieben die Kleintierinstreu, weil sie damit besonders gut stabile Nester für den Schlaf oder ihren Nachwuchs bauen können. Das Material ist weich und gerade die geringe Staubbelastung kommt den Augen der Kleintiere zugute, die sonst stark austrocknen.

Anwendung und Kaufen von Chinagras

Tierbesitzer können Chinagras als fertiges Produkt sehr einfach im Internethandel kaufen. Dabei wird es entweder in 10 kg-Säcken ausgeliefert oder als loses Produkt in sogenannten Big Bags (das ist bei Großtieren sinnvoll). Je nachdem, welche Lagerungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen, kann der Halter zwischen den verschiedenen Lieferpaketen wählen.

Unser Tipp: Bei der Aufbereitung eines Pferdestalls mit Miscanthus sollten Besitzer die Box über die ganze Fläche mit einer Schicht von rund drei Zentimetern einstreuen. Bevor die Pferde in den Stall kommen, lässt sich das Material kurz bewässern, so dass die Pellets in die Häcksel zerfallen und ein Belag entsteht, der einer weichen, aber elastischen Matte ähnlich ist. Der Belag bekommt eine rutschfeste Konsistenz, was Pferde und vor allem junge Fohlen vor Rutschen schützt – übrigens ein weiterer Pluspunkt gegenüber Hobelspänen. Denn die Pferde zerwühlen das Material häufig mit der Nase und liegen dann doch auf dem nackten Betonboden.

Die Einstreu nimmt Flüssigkeiten aller Art schnell auf und bindet die Gerüche, so dass kein unangenehmer Stallgeruch entstehen kann. Fällt dem Tierbesitzer Dreck im Material auf, lässt sich dieser durch die Mattenstruktur leicht entfernen, ohne die ganze Box ausmisten zu müssen.

Chinagras zu kaufen, ist nicht nur gesund für Mensch, Tier und Umwelt. Es erleichtert auch noch die tägliche Reinigung der Tierhalter, wenn es um Pferdeboxen und Kleintierkäfige geht – ein perfektes Material, das uns mehr Zeit mit unseren lieben Vierbeinern schenkt.


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