Zwei niedliche Meerschweinchen

Zahnabrieb beim Nager Mit diesem Heu nagt Dein Nagetier sich gesund

Nager brauchen Heu

Kaninchen können problemlos bis zu 15 Jahre alt werden. Eine der Voraussetzungen für hohes Alter sind gesunde Vorder- und Backenzähne. Weil aber die Nagetier-Zähne lebenslang nachwachsen, braucht ein Nager Futter, an dem er nagt dadurch seine Zahnflächen glattschleifen kann. Hochwertiges Heu unterstützt die Kaninchen dabei, gesund zu bleiben. Aber wie geht das und warum ist das so?

28 Zähne hat das Gebiss eines Kaninchens – und die Nagetier-Zähne wachsen ein ganzes Leben lang nach. Kurios, aber wahr: Backenzähne erreichen beispielsweise einen Zahnwuchs von bis zu zwei Zentimetern im Monat. Damit das Gebiss natürlich gesund bleibt, nagen die Langohren tagaus tagein an Futter, das den Zahnabrieb unterstützt. Steht das nicht zur Verfügung, werden sie krank.

Falsches Futter führt zum unregelmäßigen Zahnabrieb

Gerade die hinteren Backenzähne sind dazu gemacht, Rohfasern wie in Heu, Gras, kleinen Zweigen oder Kräutern zu zermalmen. Doch häufig steht zu viel Trockenfutter und weiches Gemüse oder Obst auf dem Speiseplan, welche die Nager eher lutschen als zermalmen. Doch dadurch entstehen Zahnfehlstände und das Gebiss reibt sich nicht gleichmäßig ab. Scharfe Zahnspitzen entstehen an den Backenzähnen, die Schneidezähne werden lang und krumm. Die Konsequenz: Druckstellen oder entzündetes Zahnfleisch beeinträchtigen die Kaninchen und anderen Nager beim Essen. Nicht selten führen Fehlstände zum Tod des Nagers, der sich durch die richtige Ernährung vermeiden ließe.

Heu – gut für Nagers Zähne!

Kaninchen, die in freier Wildbahn leben, kennen diese Zahnprobleme in der Regel nicht. Denn sie ernähren sich auf der grünen Wiese und fressen zum Beispiel Zweige, Blätter, Gras oder Blumen – eine perfekte Nährstoffzusammenstellung für den Organismus des Nagers. Und dazu voll von Pflanzenfasern, die gut für den Abrieb der Zähne sind und den Darm in Schwung bringen. Das gleiche Prinzip gilt auch für die Kleintiere, die in Haushalten leben. Aber weil in der Regel keine Wiese zur Verfügung steht, benötigen sie rohfaserhaltige Nahrungsmittel wie in Heu. Hochwertiges Heu besteht in aller Regel aus einer Vielzahl verschiedener Gräser und Kräuter mit hohem Faseranteil. Die Nager kauen das Futter langsam und intensiv, was zu einer hohen Beanspruchung der Zähne führt und damit den Abrieb fördert. Gerade, weil Heu nicht viel Energie beinhaltet, sind die Kaninchen darauf angewiesen, viele kleine Portionen den ganzen Tag über zu verzehren. So haben die wachsenden Backenzähne keine Chance.Grobfaseriges Heu wird in aller Regel aus Gräsern und Kräutern schonend getrocknet, so dass die wichtigen Mineralstoffe und Vitamine nicht verlorengehen. Allerdings sollten Tierhalter darauf achten, ausreichend hartes Heu zu kaufen.

Frisches Trinkwasser sollte den Nagern natürlich auch jederzeit zur Verfügung stehen. Leckerli sind übrigens völlig überflüssig.  Denn eine gute Portion frisches Gras reicht vollkommen aus, die Kleintiere glücklich zu machen. Wer keine Wiese in unmittelbarer Nähe hat, kann sich auch einige Kräuter auf der Fensterbank ziehen. Das macht gerade Kinder großen Spaß!

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Mein Nager verweigert Heu. Was kann ich tun?

Unser Tipp: Tierhalter sollten Heu den Nagern über den ganzen Tag zur Verfügung stellen. Das Nagen an den Pflanzenfasern macht den Kaninchen großen Spaß. Diejenigen Tierhalter, die einen Garten ihr Eigen nennen, haben die Wiese quasi vor der Haustüre. Einfach einen großen Käfig ohne Boden auf den nicht gemähten Rasen setzen und die Nager den Frischekick genießen lassen!  

Kaninchen oder Meerschweinchen sind durchaus Feinschmecker, wenn es um das richtige Futter geht. Deswegen kann es sein, dass der Nager Heu verweigert. Die Gründe dafür sind vielfältig. Altes Heu, das möglicherweise auch noch mit Wasser aus der Wasserstelle durchsetzt ist, ist zu weich und wird häufig verschmäht. Tierhalter sollten deswegen das Heu jeden Tag gegen frisches Fressen auswechseln. Manchmal mögen die Nager auch das eine oder andere Produkt nicht. In solchen Fällen das Produkt wechseln oder Gras selbst trocknen.

Machen Sie am besten den Qualitätscheck beim Kauf des frischen Heus. Lange Ähren und Halme sowie Kräuteranteile weisen auf hochwertiges Heu hin. Daneben riecht frisches Heu leicht nach Kräutern und Wiesen und zeigt hell- bis dunkelgrüne Färbungen. Das ist ein Signal dafür, dass das Gras zur richtigen Zeit geerntet wurde. Bauern mähen ihre Heuwiesen in der Regel zweimal im Jahr. Während der erste Schnitt im Frühsommer stattfindet und viele Pflanzen und Kräuter beinhaltet, ist der zweite Herbstschnitt stärker mit faserreichen und verholzten Stängeln durchsetzt. Naturbelassen ist das Heu für die Kleintiere am besten, da es durch die fehlende Düngung nicht zu schnell gewachsen ist.

Wie füttere ich Kaninchenfutter richtig?

Viele Tierhalter stellen Heimkaninchen und Meerschweinen ganztägig einen Napf mit trockenem Kaninchenfutter im Käfig zur Verfügung. Weil das Futter aber sehr kalorienreich ist, sind die Nager zu schnell satt. Das führt zu zwei Problemen: Das energiereiche Futter führt nicht nur zu einer schnellen Überfettung der Organe. Weil die Tiere satt sind, nagen sie nicht mehr am Heu und es kommt unweigerlich zum unkontrollierten Wachstum der Zähne. Dazu sind die Pellets als Kaninchenfutter in aller Regel sehr trocken. Kaninchen, die zu schnell fressen und die Pellets nicht richtig zerkauen, lagern die zu trockene Kost im Magen ab. Dort kommt es zu Funktionsstörungen im Magen-Darm-Trakt. Wer das Absetzen von Trockenfutter in Betracht zieht und nur mit Wiesenkost füttern möchte, sollte sich dafür Zeit nehmen und das fertige Kaninchenfutter langsam nach und nach absetzen.

Kaninchen freuen sich über eine gesunde Ernährung mit Heu, frischem Gemüse (zum Beispiel Möhren, Salat oder Kohlblättern) und kleinen frischen Zweigen, welche die Nager immer wieder beknabbern können. Die dienen allerdings weniger der Nahrungszufuhr, sondern sind eine spaßige Beschäftigung für die Kleintiere.

Checkliste

  • Wasser, Heu und frische Kost jeden Tag mindestens einmal kontrollieren und wechseln.
  • Immer einige frische Zweige zum Beknabbern zur Verfügung stellen.
  • Wöchentliche Kontrolle der Vorderzähne.
  • Wöchentliche Kontrolle der Augen: Sehen sie gesund aus oder sind sie wässerig oder gar eitrig? Dann zum Tierarzt!
  • Einmal im Quartal Kontrolle der Backenzähne beim Tierarzt.
  • Regelmäßig das Gewicht des Nagers überprüfen.
  • Hinterteil auf Durchfälle oder Befall durch Fliegenmaden überprüfen.
  • Nager wenn möglich regelmäßig der Sonne aussetzen, damit sie Vitamin D aufnehmen können.
  • Wöchentliche Haut- und Fellkontrolle. Ist das Fell weich und glänzend, ist das Tier gesund. Bei stumpfen oder zotteligem Fell, ist der Besuch beim Tierarzt anzuraten.

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