Feuchte Einstreu - Auswirkungen und Abhilfe

Gutes Einstreu für Tiere ist weder zu feucht noch zu trocken. Egal welche Tiere Sie im Stall halten, Sie müssen ständig darauf achten, dass das Einstreu sauber ist und die Stallpflege regelmäßig erfolgt, um den Tieren nicht zu schaden. Wir beleuchten in diesem Beitrag das Einstreu für Pferde, das aber für alle anderen Tiere in Stallhaltung gleichermaßen zutrifft.

Ein Pferdehuf braucht ein gewisses Maß an Feuchtigkeit, damit dieser nicht zu spröde oder brüchig wird. Ist das Einstreu jedoch zu feucht, hat das Auswirkung auf die Hufe der Tiere. Sie werden schneller für Bakterien und andere Krankheiten anfällig. Viele Beschwerden und rätselhafte Krankheiten von Pferden gehen auf schlechtes Einstreu oder ungenügende Stallpflege zurück.

Jede Art von Einstreu sollte immer trocken in den Stall gebracht werden. Am besten man lagert es trocken in der Nähe des Stalles.

Pferde im Stall

Eigenschaften von Tiereinstreu betrachtet

Viele verschiedene Einstreuarten sind aktuell auf dem Markt. Das Forschungszentrum für Reitsport Ontario in Kanada hat verschiedene Einstreuarten analysiert. Dabei wurde vor allem der Faktor Saugfähigkeit der Feuchtigkeit untersucht. Feuchtes Einstreu und ein zu feuchtes Klima im Stall ist die Ursache für Schimmelbildung und unangenehme Ammoniak-Ausdünstungen. Das Ammoniak entsteht durch den Urin der Tiere. Saugt ein Einstreu-Produkt den Urin nur ungenügend auf, so ist das sehr schädlich für die Pferde und anderen Tiere im Stall. Beides, Schimmel und Ammoniak, entzünden die Atemwege der Tiere und können zu schweren Erkrankungen führen.

Gute Einstreu für Pferde muss staubarm und sauber sein. Zu viel Staub reizt die Atemwege der Tiere. Die Einstreu sollte pflegeleicht und einfach vom Mist zu trennen sein. Ist es zu dick und schwer, verklebt es und lässt sich nur schwer austauschen. Einstreu aus Stroharten können sich leicht verhaken und damit lässt es sich ebenso schwer ausmisten.

Papiergranulat

Papiergranulat als Einstreu

Forscher kamen ja zu dem Ergebnis, dass eine Einstreu besonders gut saugen können muss und befanden Papier als besonders saugfähig. Doch bietet Papier als Einstreu so einige Aspekte, wie dass es zu viel Gewicht aufnimmt, wenn es Wasser aufgesaugt hat, die nachteilig für den täglichen Einsatz sind. So ist es nicht besonders umweltfreundlich, große Mengen von Papier als Einstreu zu verwenden, denn Altpapier kann auch noch in anderen Bereichen eingesetzt werden. Papier als Einstreu erhöht sein Gewicht um 900 %, wenn es sich mit Feuchtigkeit vollsaugt. Damit werden die Entsorgung und das Ausmisten recht beschwerlich.

Stroh als Einstreu

Stroh als Einstreu

Obwohl Stroh seit Jahrtausenden für die Tierhaltung verwendet wird, hat es doch erstaunlich viele Nachteile. Analysiert man die Schimmelbildung, so schneiden Strohprodukte äußerst schlecht ab. Stroh bildet leider den perfekten Nährboden für die Schimmelsporen. Schon während der Herstellung von Strohballen auf dem Feld, bilden sich große Mengen von Schimmel. Dieser Schimmel dehnt sich dann noch weiter aus, wenn das Stroh an einem feuchten Ort gelagert wird. Leider kann man die Schimmelbildung nicht riechen, wie viele Tierpfleger meinen. Auch gut riechendes Stroh ist oft schon von Schimmel befallen. Stroh und Heu wird von den Pferden gerne gefressen. Es kann sogar sein, dass die Tiere somit die Hälfte vom Einstreu auffressen. Dadurch bekommen die Tiere mehr Durst und trinken mehr. Dies wiederum führt zu Verdauungsproblemen.

Schlechte Stallluft

Schlechte Luft im Stall

Heu und Stroh enthält naturgemäß viel Staub. Ställe müssen stets gut gelüftet werden, was nicht immer möglich ist. Zugluft ist dann wiederum schädlich für die Pferde. In Ställen mit Stroh bilden sich regelrechte Urin-Pfützen, die man mit bloßem Auge nicht sieht. Denn oft bilden sie sich unter dem Stroh. Das ist nicht nur geruchsbelästigend, sondern auch schlecht für das Stallklima insgesamt. Krankheiten der Atemwege sind vorprogrammiert. Aus diesem Grund säubert ein guter Landwirt täglich den Stall vom alten Stroh und füllt neues ein. Das ist zeitintensiv und zusätzlich schwere körperliche Arbeit. Das Mistaufkommen steigt von Tag zu Tag und muss regelmäßig, nicht zuletzt aus Platzgründen, entsorgt werden.

Tiereinstreu

Die Alternative zu Stroh

Auch wenn Stroh zur Auslegung des Stalles genutzt wird und für die Landwirte leicht wieder zu entsorgen ist, gibt es heute doch eine bessere Alternative, die kaum Nachteile bietet. Die Rede ist von Miscanthus Pellets als Einstreu für Tierställe. Egal welche Tiere eine Einstreu benötigen, von Miscanthus Pellets profitieren nicht nur Sie als Halter, sondern vor allem die Tiere. Doch dazu gleich mehr.

Die Forscher eines Institutes in Kanada waren sich einig: Die wichtigste Eigenschaft von Einstreu ist Saugfähigkeit! In diesem Punkt und in vielen anderen Punkten kann Miscanthus die anderen Produkte übertrumpfen.

Miscanthus Einstreu

Miscanthus Pellets – sauber und saugstark

Mit Miscanthus als Tiereinstreu gehören viele Probleme bei der Tierhaltung der Vergangenheit an. Das Feuchtigkeitsproblem löst sich förmlich in Luft auf, vorausgesetzt man hält sich an die richtige Anwendung für das Einstreu. Mit Miscanthus Pellets als Tiereinstreu muss wesentlich seltener ausgemistet werden, als beispielsweise mit Stroh, was zudem einen hohen Spareffekt bewirkt. Ein wesentlicher Faktor ist die Lagerkapazität, die wegen der Pellets, die meist in Säcken abgefüllt oder als Schüttgut in BigBags verpackt sind, enorm niedrig hält. Große Lagerhallen sind damit tabu. Die Pellets bringen noch weitere Vorteile für Sie und Ihre Pferde mit sich.

  • Extreme Saugkraft: 1 kg Miscanthus Pellets saugen 4 l Flüssigkeit auf.
  • Mattenbildung: Leicht befeuchtet, zerfallen die Pellets und bilden eine weiche Matratze für die Tiere.
  • Umweltfreundlicher Rohstoffanbau: Miscanthus wird in Deutschland angebaut und wächst sehr hoch, ist also sehr wirtschaftlich und ergiebig.
  • Wiederverwertbar: Die gebrauchten Pellets werden zu Humus.
  • Staubarm: Miscanthus enthält kaum Staub.
  • Keine Schimmelbildung: Die trockenen, kleinen Miscanthus-Häcksel lassen keine Schimmelbildung zu.
  • Kein Ammoniak: Durch die extreme Saugfähigkeit, bilden sich im Stall keine schädlichen Ammoniakgase.
Einstreu für Pferde

Die ideale Einstreu für Pferdehalter

Für Pferdehalter ist Miscanthus Einstreu in Form von Pellets geradezu perfekt. Das lästige und gesundheitsschädliche Feuchtigkeitsproblem gehört der Vergangenheit an. Natürlich hat der Stallbesitzer trotz allem noch Arbeit, aber wesentlich weniger als mit anderem Einstreu. Er kann Kot leicht mit der Bollengabel entfernen, denn das Einstreu mischt sich nicht mit dem Kot. Er liegt einfach oben auf. Feuchte Stellen durch Urin sollte man nach ein paar Tagen herauskratzen und neu bestreuen.

Mit Miscanthus Einstreu bilden sich keine schwer verklumpten Stellen. Von Natur aus enthält das Riesen-Chinagras, wie Miscanthus auch genannt wird, keine Pilze oder Sporen von der Pflanze, die oft zu Allergien führen oder Atemwegskrankheiten auslösen können. Die Entsorgung gestaltet sich ebenfalls unproblematisch, da die Pellets zu Humus werden, der keine Gerbsäure mehr enthält. Als Liege- und Trittfläche ist die Matratze aus Pellets für alle Stalltiere sehr weich und angenehm. Auch Jungtiere oder alte und kranke Tiere können durch diese Matte viel leichter aufstehen. Verletzungen bleiben aus, weil das Gras nicht piekst, so wie einzelne Strohhalme.

Bei der ersten Anwendung wird empfohlen, dass für pro m² etwa 20 kg Pellets ausgestreut werden. Zusätzlich benötigen Sie etwas Wasser, um die Pellets zu anzufeuchten. Das ist nötig, damit die Pellets zerfallen und die weiche Matte bilden. Anfangs sollten Sie die Pellets öfters glatt ziehen. Verunreinigungen können ganz leicht von der Oberfläche entfernt werden. Nach 1 Woche werden die Nass-Stellen entnommen. Wenn Sie Ihren Pferden ein möglichst trockenes Einstreu bieten wollen, das dennoch genug Feuchtigkeit enthält, um die Hufe geschmeidig zu erhalten, dann ist Miscanthus einfach die erste Wahl!

Was kann man bei zu feuchter Einstreu tun?

Mit Miscanthus Pellets sind Sie diesbezüglich sehr gut beraten. Das Chinagras hat einen pH-Wert von 7, ist damit neutral und bietet genau das Milieu, das Pferde benötigen, um gesund zu bleiben. Miscanthus Einstreu wirkt der ungesunden Ammoniak-Bildung im Stall entgegen und schont damit die Atemwege der Pferde und der Stallbesitzer. Zudem ist Miscanthus Einstreu sehr saugfähig und ermöglicht eine leichte Stallpflege. Miscanthus ist ein schnell nachwachsender Rohstoff, der hier in Deutschland aber auch weltweit angebaut wird. Es bildet im Stall eine weiche, trittfeste Matte und muss weniger häufig ausgewechselt werden als beispielsweise Stroh. Doch dazu später mehr. Jetzt schauen wir erst einmal auf das, was eine Einstreu bieten sollte.

Tags: Tierpflege, Einstreu
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