Welche Einstreu ist gesünder?


Jahrtausende lang hatten die Menschen keine andere Wahl als die Ställe mit Stroh auszulegen. Heute gibt es viele Alternativen, die dem Stroh als Tiereinstreu den Rang ablaufen. Der Markt bietet neben vielerlei Produkten aus Stroh, Sägemehl und Holz auch neuartige, natürliche Materialien, wie Miscanthus an.

Miscanthus wird immer beliebter als Einstreu für Tiere. Das schnell wachsende sogenannte Chinagras lässt sich leicht zu Pellets verarbeiten und bietet einfach enorm viele Vorteile. In unserem Ratgeber klären wir über die gesundheitsfördernden Eigenschaften von Miscanthus gegenüber anderen Einstreusorten auf. Am Ende können Sie sich die Frage: „Welches Einstreu ist das gesündeste für Tiere?“ ganz sicher selbst beantworten.

Der Klassiker und neue Formen von Einstreu

Der Klassiker im Einstreu ist immer noch Langstroh. Zwar altbewährt, aber auch gesund? Mittlerweile wurden zahlreiche Einstreu-Varianten auf Stroh- oder auf Holzbasis entwickelt. Diese gibt es in verschiedenen Größen und Zusammensetzungen. Auch Weichholz-Granulat ist erhältlich. Aus Stroh werden Pellets, Häcksel oder Taler hergestellt. Aber auch Hanf-, Raps- oder Leinstroh und eben Miscanthus haben sich als Einstreu bewährt und finden immer mehr Einsatz in Ställen. Hinzu kommt, dass Stroh- und Holzeinstreu auf den ersten Blick zunächst einmal kostengünstiger sind, dennoch haben die Einstreusorten verschiedenste positive und negative Eigenschaften. Miscanthus hingegen scheint auf den ersten Blick zwar kostenintensiver, hat aber viele Vorteile insbesondere für die Gesundheit der Tiere. Zum Thema Kosten haben wir einen Ratgeber → „Verschiedene Einstreu im Vergleich“ erstellt. Sie werden staunen.

Holz gelagert

Einstreu: Sägespäne

Sägespäne werden oft als Einstreu genutzt. Sie müssen frisch vom Werk geholt und an einem trockenen Platz gelagert werden. Das erfordert natürlich eine gewisse Fläche zur Lagerung. Sägespäne sind nicht besonders saugfähig, erst recht nicht, wenn sie nicht genügend getrocknet sind. Oft sind in Sägespäne diverse Kleinteile wie Holzstücke, Korken oder Schmierfett enthalten, die den Tieren Verletzungen oder gesundheitlichen Schaden zuführen können. Späne ist zwar leicht auszumisten, führt aber zu einem recht hohen Mistvolumen. Der Feuchtigkeitsanteil in Späne ist trotz Trocknung immer noch hoch und führt so zu einer geringen Saugfähigkeit. Das wiederum bedeutet, dass die Urin großflächig verteilen kann und so öfter und mehr ausgemistet werden muss. Die Entsorgung ist nicht so leicht, da man beim Ausbringen auf Äckern eine Versäuerung des Bodens befürchten muss. Somit muss der Spänemist erst zwischengelagert werden, bevor er entsorgt werden kann.

Einstreu: Holz

Einstreu aus Holz wird aus heimischen Hölzern gewonnen, dann getrocknet, gemahlen und entstaubt. Es kann daraus auch Granulat hergestellt werden, das dem Sägemehl ähnelt, jedoch Flüssigkeit besser aufsaugt. Die Liegefläche ist hell und wirkt sauber. Die Entsorgung ist allerdings problematischer als bei Strohprodukten. Für Langstroh und Holzprodukte als Einstreu spricht nach heutigen Erkenntnissen leider nichts als die Optik. Unter diesen Einstreuprodukten sammeln sich Pfützen, verbergen sich stachelige Halme oder Kleinteile und bieten ein schlechteres Liegeverhalten für die Tiere. Landwirte setzen vor allem aus Kostengründen und wegen der vermeintlich einfachen Entsorgung auf Stroh.

Strohpellets

Einstreu: Strohpellets / Strohtaler

Strohpellets und Strohtaler empfinden viele Tierbesitzer als angenehmeres Einstreu im Vergleich zu herkömmlichen Langstroh. Es wird getrocknet, gepresst und entstaubt. Mit Strohtalern bietet sich nach einiger Zeit und Befeuchtung auch eine weiche und lockere Liegefläche für das Tier, doch bleiben die verschiedenen Nachteile des Materials Stroh, gegenüber Miscanthus, auch in dieser Form erhalten. Strohpellets gibt es heute aus Weizen, Gerste, Roggen, Dinkel oder Hafer. Sie haben unterschiedliche Größen und Festigkeit. Sie zerfallen bei der Anwendung und sollen vorher etwas angefeuchtet werden. Stroh und Einstreu-Varianten aus Stroh lassen sich einfach entsorgen.


Leinen und Raps

Einstreu: Leinen und Raps

Weitere, noch relativ unbekannte, Einstreu-Varianten sind Leinstreu oder Rapsodie aus Flachs und Raps. Leinstreu bietet eine höhere Saugfähigkeit als Stroh oder Holzspäne und bildet eine gute, feste Liegefläche für die Tiere. Es macht aber beim Misten einige Probleme, weil sich die kurzen Halme verhaken. Das Einstreu aus Raps riecht angenehm und kann eher der Ammoniakbildung im Stall entgegenwirken, als normale Strohprodukte, Holzspäne oder Leinstroh. Es bildet eine weiche, angenehme Trittfläche und ist staubfrei. Leider ist es nicht so leicht auszumisten, der Mist ist oft nicht vom Einstreu zu trennen. Rapseinstreu ist ein eher teures Produkt, kann aber bei Jungtieren gut verwendet werden.

Miscanthus Pellets

Die gesunde Einstreu: Miscanthus Pellets

Miscanthus Pellets sind platzsparend, natürlich und bieten enorm viele Vorteile.

  • Extreme Saugkraft
  • Weiche Matratzenbildung
  • Umweltfreundlicher Rohstoffanbau
  • Extrem Staubarm
  • Von Natur aus keimresistent
  • Frei von Schimmel und Bakterien
  • Enorm hohe Geruchsbindung von Ammoniak
  • Kompostierbar, als Dünger verwendbar oder für Biogasanlagen geeignet
  • Geringer Arbeitsaufwand und sehr niedrige Lagerkosten

Einstreu aus Miscanthus Pellets lassen jedes andere Einstreu beim Thema Saugkraft weit hinter sich. So können 1 kg Pellets ganze 4 bis 4,5 l Flüssigkeit aufsaugen. Die Einstreu bildet nach der Verteilung und Befeuchtung eine weiche, rutschfeste Matratze, was besonders Jungtieren beim Aufstehen zu Gute kommt. Letztendlich liegen alle Tiere bequem auf diesem Einstreu, ohne sich zu verletzen.

Im Gegensatz zu anderen Einstreu-Varianten bildet sich dank Miscanthus kein Schimmel und Ammoniak wird zuverlässig gebunden. Wegen der von Natur gegebenen Resistenz gegenüber Keimen und Bakterien ist diese Einstreu vor allem für kranke Tiere enorm gesundheitsfördernd. So können Haut- oder Hufprobleme viel schneller abheilen. Ist es im Stall zu feucht, so nehmen die Hufe auch Schaden, sie werden zu weich und sind anfällig für Bakterien. Viele Schwierigkeiten mit den Hufen der Tiere haben oft nur ein falsches Einstreu als Ursache. Grundsätzlich ist Miscanthus aber auch gut für den Menschen. Denn ein schlechtes Stallklima kann zu erheblichen Gesundheitsproblemen führen. Mit Miscanthus Einstreu riecht der Stall sauber, bleibt staubfrei und Lästlinge „verfliegen“ sich.

Miscanthus oder Riesen-Chinagras wird weltweit angebaut und wächst ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln. Miscanthus als Tiereinstreu bietet einen optimalen pH-Wert für die Tierhaltung. Die Tiere brauchen eine gewisse Feuchtigkeit, damit ihre Hufe stabil bleiben. Daher sollte der pH-Wert von Einstreu weder zu basisch, noch zu sauer sein. Miscanthus Einstreu ist mit seinem pH-Wert von 7 also geradezu ideal. Zudem kann die Einstreu später, nach dem Gebrauch, zu Humus verarbeitet werden. Also nicht nur eine gesunde, sondern auch umweltfreundliche Einstreu.

Miscanthus Einstreu ist in vielerlei Hinsicht eine sehr zu empfehlende Einstreu. Es bietet die besten Streu- und Saugeigenschaften und verrottet auf dem Komposthaufen noch schneller als Stroh. Es ist zudem sehr förderlich für die Gesundheit der Tiere.

Tags: Tierpflege, Einstreu, Gesundheit, Haltung
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